Trachtenjacken

Nachdem gestern die 5. Jahreszeit in Bayern begonnen hat, dachte ich mir, ich starte eine kleine „Wiesn-Spezial“ Serie, die mit zwei gestrickten Trachtenjacken für Papa & Sohn beginnt. Eigentlich stricke ich sehr selten, ich kann daher nicht mal genau sagen, was mich geritten hat, diese Strickjacken zu fertigen.

Gestrickt habe ich die beiden Trachtenjacken tatsächlich schon vor einiger Zeit. Im Mutterschutz hat man ja noch Zeit um sowas Aufwendiges zu machen. Gekauft hatte ich dafür ca. 30 Knäuel Wollmischgarn (65% Schurwolle, 35% Alpaka) von DROPS Design „Lima“. Insgesamt habe ich ca. 3 km Wolle verstrickt.

Das gute Stück hat mich auch einige Nerven gekostet. Das Strickmuster (von Junghans Modell 194/5 zu finden unter www.junghanswolle.de/stricken), das mir gefiel, war nämlich nur für eine Weste gedacht – also ohne Ärmel. Das Vorder- und Rückteil war problemlos zu stricken, aber dann kamen die Ärmel. Schlau wie ich bin, dachte ich mir: „Ach das geht auch ohne Anleitung“. Also einfach mal drauf los gestrickt. Das Muster kannte ich ja schon auswendig. Mein Augenmaß sagte mir, das wird schon passen, also zweiten Ärmel auch noch gestrickt und direkt angenäht.

Als ich meinen Freund dann zur Anprobe bat, wurde mir mal wieder bewusst, wie gut mein Augenmaß und meine Improvisationskünste sind (total daneben). Also rund die Hälfte aufgetrennt und wieder losgestrickt. Beim zweiten Versuch hat es dann tatsächlich (so halbwegs) gepasst.

Das Gute daran war, dass ich jetzt noch genügend Wolle für eine Kindertrachtenstrickjacke übrig hatte – juhu, wenigstens ist etwas Nützliches dabei rum gekommen. Diesmal habe ich mich auch brav an die Maschenanzahl gehalten. Das Muster der Herrenstrickjacke habe ich wieder verwendet und in die vorhandene Kinder-Strickanleitung (Little Pixie von DROPS Design) eingearbeitet. Hat zum Glück wunderbar geklappt! Und hier sind die guten Stücke,…

Fazit:

Tolles Design und Ergebnis, aber der Aufwand war auch sehr groß – ob ich sowas nochmal stricke? Ich weiß es nicht,…