Badeanzug nähen

Passend zu den heißen Temperaturen heute, zeige ich euch, wie ihr anhand eines bestehenden Badeanzuges einen neuen Badeanzug nähen könnt. Es ist ganz einfach, den Schnitt eines vorhandenen Badeanzugs abzuzeichnen. Wer gerne noch ein Video dazu sehen möchte, der sollte unbedingt bei Anna von „Einfach Nähen“ vorbei schauen.

Lycra lässt sich wunderbar mit der Overlock oder einem elastischen Stich der Nähmaschine verarbeiten. Außerdem habe ich Perlen und Ösen verarbeitet, zuerst war ich skeptisch ob die Ösen halten, aber durch das Unterlegen von Decovil light klappt das wunderbar. Der Badeanzug hat den Trage- und Waschmaschinentest auch schon überstanden.

Das wunderbare Seepferdchen-Panel im 3 in 1 Design sind von Astrokatze. Badefutter Badegummi bekommt ihr ganz unkompliziert bei Sewy.

Das brauchst du alles um einen Badeanzug nähen zu können

Je nach Größe des zu nähenden Badeanzugs (hier Gr. 104) werden ca. 40 cm x 100 cm Lycra und 40 cm x 35 cm Badefutter für das Vorderteil benötigt. Zusätzlich brauchst du ca. 1,5 m langen, chlorresistenten Badegummi, der ist beim Nähen von Bademode unabdingbar. Ich habe zusätzlich noch Ösen, etwas Decovil light & Perlen verwendet.

So kannst du einen Badeanzug nähen: Teil 1

(1) Der vorhandene Badeanzug muss nun zuerst abgepaust werden. Das Vorder- und Rückteil wird dabei mittig gefaltet und dann nachgezeichnet. Ihr müsst dazu den Badeanzug gut festhalten ggf. feststecken und zurecht ziehen, so dass der Bruch ganz gerade ist. Die Seitennaht markiert ihr am besten mit einer kurzen Linie und verbindet diese dann zum Schluss (von Achsel zur Schulter).

(2) Anschließend schneidet ihr das Vorderteil jeweils einmal aus Lycra & Badefutter zu. Das Rückteil wird nur aus Lycra zugeschnitten und muss nicht gefüttert werden. Für den Volant an der Brust und den Beinausschnitten habe ich noch einen ca. 5 cm x 30 cm breiten Lycrastreifen und zwei Halbkreise zugeschnitten.

(1) Zuerst wird die Naht im Schritt geschlossen. Damit diese nachher nicht sichtbar ist, müsst ihr beim Zusammennähen darauf achten, dass das Rückteil zwischen dem Badefutter & dem Lycra des Vorderteils liegt (also Badefutter ganz unten, Lycra Rückteil mittig und Lycra Vorderteil oben).

(2) Badeanzug aufklappen und Badefutter in Richtung des Vorderteils legen, so dass ihr nun die Seitennähte schließen könnt.

(3) Volant für Brust und Beine mit einem Rollsaum der Overlock säumen (Lycra franst nicht aus und muss theoretisch nicht gesäumt werden). Der Volant für die Brust sollte mit der Maschine oder Framilon gerafft werden und zwar so weit, dass er der Breite des Oberteils entspricht.

(4) Anschließend die Volants an den Beinausschnitten und der Brust festnähen.

Badeanzug nähen: Teil 2

(1) Nun fasst ihr alle offenen Kanten auf der Innenseite mit Badegummi ein (Beinausschnitte, Brust, Armbereich und Rücken).

(2) Nahtzugabe bzw. Badegummi der Beinausschnitte einmal nach Innenklappen und feststeppen. Ich habe das mit einem etwas weiteren zick-zack Stich der Nähmaschine gemacht.

(3) Die Oberkante des Badeanzugs habe ich mit einem 1 m langem und ca. 5 cm breiten Lycrastreifen eingefasst. Den übrigen Lycrastreifen, rechts und links neben der Brust, habe ich analog dem Einfassen (nur das kein Material dazwischen liegt) zusammengenäht. Das Band ergibt nämlich nun die Träger des Badeanzugs.

(4) Solltet ihr Ösen verwenden wollen, so muss das Material unbedingt verstärkt werden z.B. mit Decovil light. Ich habe kleine Kreise ausgeschnitten und diese vorsichtig aufgebügelt (Stufe 1). Anschließend könnt ihr die Stellen lochen und die Ösen befestigen. Das Lycraband könnt ihr nun ganz einfach durch die Ösen ziehen und verknoten oder eine Schleife machen.

Fertig ist er der Badeanzug im Seepferdchen Design – so einfach könnt ihr einen Badeanzug nähen!

Seepferdchen-Liebe im Partnerlook

Da ich von dem Seepferdchen-Lycra noch ein bißchen übrig hatte, wurde mein Sohn noch mit einem UV-Shirt und einer Badehose bestückt. Das Schnittmuster des UV-Shirts und der Badehose stammen aus meinem Repertoire der „Basic-Schnitte“. Allerdings habe ich das Shirt eine Nummer kleiner und die Hose sogar 2 Nummern kleiner genäht. Lycra ist sehr dehnbar, i.d.R. kann man hier kleiner Nähen.

Heute bin ich übrigens auch wieder bei Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge & Kreativas Summertime zu finden.

Viel Spaß beim Nähen,

Eure Daniela von rosaDIY.de